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SIHH 2016 - Limited Big Pilot Heritage

IWC Schaffhausen

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IWC Big Pilot Heritage Fliegeruhren Modelle 2016 Zwei Modelle

IWC Schaffhausen bringt 2016 zwei Nachfolgemodelle der größten Armbanduhr heraus, die jemals in der Manufaktur gebaut wurde. Die Big Pilot Heritage Watch 55 (Referenz IW510401) stellt mit ihren 55 Millimetern Gehäusedurchmesser den Rekord der historischen Uhr von 1940 ein. Etwas kleiner ist das Modell der Big Pilot Heritage Watch 48 (Referenz IW510301), die über ein Gehäuse von 48 Millimetern verfügt und deshalb für Nutzer etwas leichter zu tragen ist. Doch was waren die geschichtsträchtigen Vorläufer, deren Tradition IWC Schaffhausen jetzt wieder aufgegriffen hat?

Ära der Fliegeruhren - Herausforderungen an Zeitmesser

1940 begann für die Schaffhausener Manufaktur die Ära der sogenannten Beobachtungsuhren ("B-Uhren"). 1940 bildete die Große Fliegeruhr mit dem Kaliber 52 T.S.C. und ihren 55 Millimetern Durchmesser die größte Beobachtungsuhr der Schaffhausener. Zur damaligen Zeit mussten sekundengenaue Fliegeruhren entwickelt werden. Die Welt befand sich im Krieg, sodass für die Manufaktur aus Schaffhausen besondere neue Herausforderungen zu erfüllen waren. Umfangreiche Kenntnisse der astronomischen Navigation wurden erforderlich und die Aufteilung der Zeit entwickelte sich zu einem komplizierten Vorgang. Der Flugzeugkommandant stellte seine Beobachtungsuhr vor dem Start seines Flugzeugs nach der Zeitanzeige des Chronometers im Flugvorbereitungsraum. Die Anzeige im Vorbereitungsraum erhielt ein präzises Zeitzeichen durch ein Funksignal, das von einem Radiosender ausgestrahlt wurde. Der Radiosender empfing wiederum die "Ur-Zeit" von einer zentral gesteuerten Sekundenpendeluhr. Für die damaligen Flugzeugkommandanten waren die Uhren die präzisesten Zeitmesser überhaupt. Die Oktanten wurden von Beobachtern gehalten, die durch Sprechfunk mit dem Träger der Beobachtungsuhr, also dem Flugzeugkommandanten, verbunden waren. Der Beobachter brachte das Fadenkreuz in Übereinstimmung mit einem Stern oder der Sonne. In diesem Moment sagte er "Achtung null" und schaltete den Oktanten ein, während der Träger der Beobachtungsuhr exakt bei diesem Stichwort die genaue Zeit ablas. Anschließend wurde der Kurs anhand von Rechentabellen errechnet.

Inspiration von den Big Pilot Modellen der 1940er Jahre

1940 gilt für die Familie der Schaffhausener Fliegeruhren als das Geburtsjahr der Beobachtungsuhren. Über 75 Jahre galt die historische Fliegeruhr als die größte Armbanduhr, die jemals bei IWC in Schaffhausen gebaut wurde. 2016 wurde jetzt mit der Referenz IWC510401 dieser Rekord gebrochen, wobei sich diese Neuentwicklung der Fliegeruhr am Ursprungsmodell orientiert. Das neue Meisterwerk weist nicht nur den gleichen Gehäusedurchmesser und ihre charakteristische Kegelkrone auf, sondern verfügt auch über die gleiche Zifferblattgestaltung. Die "Neun" ist wieder auf das Zifferblatt "zurückgekehrt" und das Dreieck, das sich auf der Zwölf-Uhr-Position befindet, kehrt wieder unter die Minuterie zurück.

Leichter - Authentischer - Kompakter

Angelehnt an die große Fliegeruhr mit ihrem Originaldesign und ihre Größe ließen die Ingenieure von IWC die Zeitmesser von 1940 wieder auferstehen. Jedoch wiegt die Uhr nicht mehr so schwer am Handgelenk, wie das ursprüngliche Original, das aus rostfreiem Stahl bestand und ein Gewicht von 184 Gramm hatte. Die Schaffhausener Manufaktur verwendet Titan, wodurch das neue Modell weniger als 150 Gramm wiegt.

Jedoch war zur damaligen Zeit die Größe für den Nutzer ein wichtiger Vorteil, da ein großes Uhrwerk für Navigations- und Beobachtungsuhren ein Garant für die geforderte Ganggenauigkeit war. Ein großes Zifferblatt ermöglichte seinerzeit die bessere Ablesbarkeit und das Design des Zifferblattes orientierte sich an den Bordinstrumenten der Flugzeuge. Überflüssige Details blieben weg, sodass auch bei schwierigen Lichtverhältnissen die technischen Werte schnell und sicher abgelesen werden konnten. Das Zifferblatt war in mattschwarz gehalten, während die arabischen Ziffern und Strichmarkierungen der Minutenanzeige von den damaligen Uhrmachern mit beigefarbenem Radium dick unterlegt waren. Allerdings erkannte man erst Jahre später die Gesundheitsgefahr, die von einer radioaktiven Leuchtmasse ausging. Erst dann wurde Radium gegen andere ungefährlichere Materialien ausgetauscht. Bei den aktuellen Modellen garantiert der Super-LumiNova-Belag ebenfalls die exzellente Ablesbarkeit, wobei, wie beim geschichtsträchtigen Original, Minuterie, Ziffern und Propellerzeiger in Beige gehalten sind.

Historische Authentizität mit moderner Technik

Wer heute das größere Modell, die Big Pilot Heritage Watch 55 trägt, wird damit sicher auffallen. Es ist, als hätte man mit den Heritage Uhren einen Zeitsprung in die Pionierzeit des Fliegens gemacht. Vielleicht fühlt man sich in die 1940er Jahre zurückversetzt. Nicht nur durch ihre imposante Größe, sondern auch die unverwechselbare Optik wird die Herzen von Uhrenkennern höher schlagen lassen. IWC Schaffhausen hat bei der Gestaltung des Zifferblattes, der Farbe der Ziffern, der Form der Propellerzeiger, der Kegelkrone und der ursprünglichen Lederriemen, eine historische Gestaltung der einstigen Big Pilot Heritage Uhr beibehalten. Einen Unterschied gibt es jedoch: Die neuen Modelle wurden mit aktuellster IWC-Uhrentechnologie ausgestattet.


IWC-Big-Pilot-Heritage-55-IW510301

Reminiszenz an das Original

Noch heute stellen gebläute Zeiger ein Qualitätsmerkmal der Fliegeruhr dar. Während nach 2002 bei den Nachfolgemodellen der Großen Fliegeruhr die "Neun" weggelassen wurde, fand sie jetzt wieder auf ihren angestammten Platz zurück. Die "Zwölf" wird wieder durch ein Markierungsdreieck mit zwei seitlichen Punkten ersetzt. Dadurch kann der Uhrenliebhaber auch bei Dunkelheit mit nur einem einzigen Blick die korrekte Stellung der Zeiger erkennen und die Zeit ablesen. Immerhin stellt die Platzierung des Dreiecks unterhalb des Zwölf-Uhr-Strichs eine Reminiszenz an das historische Original dar. Damit Piloten und Navigatoren ihre Zeitmesser exakt synchronisieren konnten, wurden die geschichtsträchtigen Uhren beim Herausziehen der Krone durch eine Unruh-Stoppvorrichtung angehalten. Auch heute lässt sich das IWC-Handaufzugkaliber 98300 durch das Herausziehen der Krone stoppen. Allerdings besitzt die moderne Big Pilot Heritage Watch 55 keine Zentralsekunde mehr, wie sie einst bei den Vorläufern vorhanden war. Diese mussten den damaligen militärischen Anforderungen genügen und ihre Bezeichnung "T.S.C." stand für "Tirette Seconde Centrale", also für die "zentrale Sekunde".


Schutz vor Überziehen

Die kegelförmige Krone der Vorläufer wurde groß und griffig konstruiert, damit sie von den Piloten, die in ihren ungeheizten Cockpits Handschuhe trugen, auch mit Handschuhen aufgezogen und verstellt werden konnten. Noch heute ist das Aufziehen per Hand ein Erlebnis. Damit die Krone nicht beim Überziehen des Handaufzugmechanismus beschädigt wird, wurde dieses mit einer Rutschkupplung versehen, die ein Überziehen verhindert.

Eigenschaften der großen Big Pilot Heritage Uhr

Bei den neuen Meisterwerken wurde das Titangehäuse gestrahlt, sodass die Ablesbarkeit nicht durch Lichtreflexe beeinträchtigt wird. Ein Weicheisen-Innengehäuse schützt das Uhrwerk vor Magnetfeldern. Das IWC-Handaufzugkaliber 98300 ist mit einem überlangen Rückerzeiger ausgestattet, der die einfache und präzise Einstellung der Spirallänge und eine effiziente Stoßsicherung sicherstellt. Das Meisterwerk zeichnet sich durch eine 46-Stunden-Gangautonomie aus.

Die Designer von IWC Schaffhausen ließen sich auch bei Gestaltung des braunen Kalbslederarmbandes vom Ursprungsmodell von 1940 inspirieren. Der damalige Zeitmesser konnte nämlich über einer dicken Fliegermontur getragen werden. Das zweigeteilte Band ist am Ende zusammengenäht, sodass die Uhr beim Anlegen an das Handgelenk nicht versehentlich herunterfallen kann. Auch heute noch halten je zwei Nieten am Federsteg das Band zusammen, wie es schon damals bei den historischen Fliegeruhren der Fall war.

Der Unterboden ist betont schlicht, während die Nummerierung von 01/100 bis 100/100 die Exklusivität der großen Uhr betont. Die Big Pilot Heritage ist auf nur 100 Stück limitiert.

Big Pilot Heritage Watch 48

Das kleinere Modell (Ref. IWC 510301) macht Uhrfreunden mehr Zugeständnisse und passt sich besser an moderne Trag- und Sehgewohnheiten an. Das Modell verfügt über ein 48-Millimeter-Gehäuse und ist vor allem durch die Verwendung leichten Titans und einem Gewicht von 120 Gramm alltagstauglicher. Träger können sich über eine Gangreserve von acht Tagen freuen, bevor die Uhr automatisch stoppt. Eine Gangreserveanzeige, die durch eine mit Saphirglas abgedeckte Öffnung des Uhrenbodens zu sehen ist, gewährleistet das Ablesen der noch vorhandenen Energie. Auch diese Fliegeruhr besitzt ein Weicheisen-Innengehäuse, das Magnetfelder sicher um das Uhrwerk herumführt. Die 48er Heritage Uhr ist, wie auch das große Modell, mit einer Rutschkupplung gegen ein Überziehen ausgestattet. Selbstverständlich ist auch hier ein genietetes Kalbslederarmband. Die kleinere 48er Uhr ist auf 1.000 Exemplare limitiert.

Zwei fulminante Neuerscheinungen, die unverkennbar durch ihre historischen Vorgänger inspiriert wurden!

 
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