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Familienunternehmen

Mühle Glashütte

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Mühle Glashütte Familienunternehmen

147 Jahre Tradition bei Mühle Glashütte

Der Name Mühle Glashütte steht seit 147 Jahren für Präzision und korrektes Messen. 1869 legte Robert Mühle den Grundstein für das Familienunternehmen. Er belieferte zunächst andere Uhrenmanufakturen mit feinmechanischen Messinstrumenten, woraus sich über Jahre die Leidenschaft für präzises Messen entwickelte. Die Manufaktur fertigt nicht nur nautische Instrumente, Schiffsuhren, Marinechronometer, sondern zuverlässige und präzise Armbanduhren. Nicht ohne Grund trägt das Familienunternehmen heute den Namen: "Nautische Instrumente Mühle Glashütte".

Tradition, die Weitergabe des in vielen Jahrzehnten angesammelten Wissens und der Werte vom Vater an den Sohn, stehen im Vordergrund des Familienunternehmens.


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Fünf Generationen Tradition

Die Familie Mühle ist schon seit über 700 Jahren im Erzgebirge ansässig. Seit 1629 gibt es ein Familienwappen und einer der Vorfahren erhielt sogar den Freiherrenstand. Der Familienethos lautet: "Weder durch Hoffnung - noch durch Furcht", was nichts anderes bedeutet, als nie aufzugeben und Probleme mutig zu meistern. Weder Weltkriege, Sozialismus oder Enteignung konnten dem Familienunternehmen etwas anhaben. Stattdessen wurden Wissen und Werte bewahrt und an die nächste Generation weitergegeben. Der Name Mühle ist wieder eine feste Größe in Glashütte und stellt heute Uhren mit hoher Qualität und zeitlosem Design her.

Die Unternehmensgeschichte beginnt mit dem Entschluss Robert Mühles, den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen. 1869 gründete er in Glashütte einen Betrieb, der Messgeräte für die Uhrenindustrie sowie die Uhrmacherschule produzierte. Der Firmengründer hatte sich schon damals dem verschrieben, was bis heute in der Familiengeschichte festgeschrieben ist: Nämlich präzises Messen. Er befand sich zudem auf der Höhe der damaligen Zeit, weil die Glashütter Manufakturen nicht mehr das Pariser Linienmaß nutzten, sondern das neue metrische System. Die dafür notwendigen Instrumente und Messgeräte baute ab 1869 "Rob. Mühle & Sohn". So leistete der Firmengründer schon damals einen großen Beitrag zum guten Ruf von Glashütte als Zentrum der Uhrenherstellung.

Das Unternehmen erhielt auf einer Ausstellung in Dresden die "Goldene Medaille" des Jahres 1896. Die Fertigung von Messinstrumenten konnte in den Folgejahren weiter ausgebaut werden. Nach 1920 wurden Automarken, wie Horch, Maybach oder DKW mit Autouhren sowie Geschwindigkeits- und Drehzahlmessern ausgestattet. Ebenso erfolgte die Herstellung von Rädern und Trieben sowie Zähl- und Uhrwerken für technische und wissenschaftliche Ziele. Die Söhne Paul, Alfred und Max setzten die Tradition des Unternehmens fort und führten es erfolgreich weiter. Die Erfolgsgeschichte endete erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Unternehmen wurde 1945 enteignet, demontiert und an die Zeiss-Werke Jena angegliedert.

Dennoch stand der Familienname weiter in Verbindung mit präzisem Messen. Die dritte Generation, Hans Mühle, gründete 1945 ein neues Unternehmen zur Herstellung von Zeigerwerken für Druck- und Temperaturmessgeräte.


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Die vierte Generation, der Sohn Hans-Jürgen Mühle, studierte Feinmechanik und Optik und arbeitete zunächst in einem Zulieferbetrieb der Firma. Auch er konnte die Tradition des Familienunternehmens fortführen, bis sie ein weiteres Mal enteignet wurde. Anschließend erfolgte die Eingliederung in die VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB). Nach der deutschen Wiedervereinigung war Hans-Jürgen noch Vertriebsleiter bei der GUB, wo er gemeinsam mit vier weiteren Kollegen zum Geschäftsführer ernannt wurde. Nach Abschluss der Überführung der GUB in das neue Wirtschaftssystem verließ er diesen Betrieb und gründete 1994 die "Mühle-Glashütte GmbH - nautische Instrumente und Feinmechanik". Er stieg in die Tradition des Familienunternehmens ein und widmete sich, wie seine Vorfahren, dem präzisen Messen. Das Familienunternehmen befasst sich erneut mit der Fertigung von Marinechronometern und Anlagen für Schiffsuhren. Etwa zwei Jahre später erfolgte die Herstellung der ersten mechanischen Uhr.

In der fünften Generation leitet heute Thilo Mühle die Manufaktur. Er übernahm zunächst die Entwicklung von Armbanduhren und teilte danach gemeinsam mit seinem Vater die Leitung des Familienunternehmens. 2007 übernahm er die alleinige Geschäftsführung.


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Nautische, klassische und sportliche Uhren

Noch heute fertigt die Manufaktur nautische Instrumente. Dabei tragen viele der Uhren, wie zum Beispiel die M 29 Linie, Stilelemente früher gefertigter Messgeräte und stehen ganz in der Tradition dieser Instrumente. Die gegenwärtigen Grundlinien umfassen sowohl nautische Armbanduhren, aber auch klassische Zeitmesser sowie sportliche Instrumentenuhren. Die Palette der Uhren wird ständig durch neue Varianten erweitert, wobei Funktionalität, gut Ablesbarkeit sowie Zuverlässigkeit Priorität haben.

Basiswerke jeder Uhr bilden die Kaliber SW 200/220/260/290, aber auch die ETA 2893 und ETA 2671. Die komplette Feinregulierung einschließlich Unruhkloben wird vom Familienunternehmen selbst gefertigt. Ebenso auch der Rotor, die Dekorationen sowie die aufwendige Regulierung. Bei den Uhrwerken MU 9408 und MU 9413 handelt es sich um stark modifizierte Chronographenwerke, die ebenfalls zum größten Teil selbst fabriziert werden, wobei das MU 9413 einige Bauteile des Kalibers Sellita SW 500 und das MU 9408 einige Teile des Kalibers ETA 7750 nutzt.


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Eigenkonstruktionen und Entwicklungen

Alle Basiswerke sind mit einem eigenen Unruhkloben versehen, auf dem sich die patentierte Spechthalsregulierung befindet. Die Basiswerke werden durch die Glashütter Dreiviertelplatine mit herausnehmbarer Ankerradbrücke, das Glashütter Gesperr sowie weiterer Anbauteile versehen. Automatikbrücke und Rotor stellen weitere brillante Modifizierungen dar, wobei dem Unternehmen schon nahegelegt wurde, sich eine eigene Kaliberbezeichnung zuzuerkennen.


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Das Handaufzugswerk MU 9411 ist eine Eigenkonstruktion, in dem sich das gesamte bisher erworbene Wissen vereint. Die meisten Bauteile wurden selbst konstruiert und werden speziell für das Unternehmen entweder selbst oder extern angefertigt. Im eigenen Haus erfolgen die Fertigung der Feinregulierung einschließlich Unruhkloben und der Glashütter Dreiviertelplatine. Zu den von Mühle selbst entwickelten Bauteilen gehört auch das Federhaus mit einer 42-stündigen Gangreserve. Speziell für das Unternehmen wird auch die Grundplatine des Kalibers MU 9411 fabriziert. Seine Weiterentwicklung ist das MU 9412, was in der Teutonia III Handaufzug eingesetzt wird. Jedes Bauteil einer Uhr, ob selbst gefertigt oder zugeliefert, wird streng überprüft. Anschließend erfolgt die Montage des Uhrwerkes sowie Veredelung und Regulierung in sechs Lagen.


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Im Juni 2014 brachte die Manufaktur drei Uhren einer limitierten Sonderedition heraus, deren Werke RM 01 und RM 02 weitere eigene Entwicklungen waren. Dadurch gelang dem Unternehmen ein weiterer großer Schritt nach vorne. Auf diese Weise gelingen die Beibehaltung der Tradition sowie die Weitergabe und Fortentwicklung des Wissens von Generationen.

 
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